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NGN-Anschluss

Die Abkürzung NGN steht für Next Generation Network und die Definitionen dafür sind höchst unterschiedlich. Gemeint ist ein Anschluss, bei dem sowohl Internet als auch die Telefonie über das Internet-Protokoll (IP) bzw. TCP/IP abgewickelt werden. Wie die Anbindung erfolgt, ist z.B nach Definition der ITU-T zweitrangig. Dies wird aktuell vorrangig mit DSL oder TV- Kabel gemacht, es gibt aber auch bereits Lösungen, die auf Glasfaseranbindung basieren.

Im deutschen Sprachgebrauch versteht man unter NGN den Telefonanschluss auf DSL-Basis. Zu diesem Zweck wird direkt am Splitter ein IAD (Integrated Access Device) angeschlossen. Er enthält das DSL-Modem, meistens einen Router, sowie die Möglichkeit, analoge und/oder ISDN-Telefone anzuschliessen. Je nach Modell kommen noch weitere Merkmale wie WLAN oder USB-Anschlüsse für Drucker oder Massenspeicher hinzu.

Das Schaubild rechts zeigt ein Verkabelungsbeispiel mit einem solchen Gerät. Als Basis für dieses Beispiel dient der Sphairon IAD Turbolink 5201. Sein ADSL2+ Modem wird direkt mit der TAE-Dose verbunden. Ein ISDN-Telefon kann ebenso wie analoge Telefone oder Faxgeräte angeschlossen werden. Computer finden per Ethernetkabel oder WLAN Anbindung.

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Links ein Foto des Topmodells Turbolink 7201 der aktuellen IAD-Serie der Firma Sphairon. Bei Providern haben diese Geräte häufig Gehäuse, die dem Designwunsch des Kunden entsprechen.

NGN

Allen NGN-Spielarten auf DSL gemein ist die Abwicklung der Telefonie auf Basis Voice over IP (VOIP). Dies geschieht meistens mit dem SIP-Protokoll. Ob dies mit vom normalen Internet getrennten virtuellen Verbindungen (PVC genannt, Permanent Virutal Channel) geschieht oder nicht, ist von Provider zu Provider verschieden gelöst.

Ebenso ist es unterschiedlich, ob der Provider seine Geräte über Verfahren wie TR.69 konfiguriert oder ob der Kunde selber “Hand anlegen kann”. Dabei kann man nicht vom verwendeten Gerät ausgehen, selbst im Handel frei erhältliche Geräte wie eine Fritzbox 7170 oder ein Thomson Speedtouch 780iWL können durch spezielle Änderungen der Firmware in Geräte verwandelt werden, die ihre Konfiguration nur vom TR.69-Server des Providers beziehen.

Abhängig von der Technik, die der Provider bei sich und beim Kunden einsetzt, schwankt die Telefoniequalität der NGN-Anschlüsse sehr stark. Die Möglichkeiten, auf bestimmte Parameter Einfluss zu nehmen, ist dabei je nach Provider unterschiedlich, aber oft sehr gering.

Aus den vorgenannten Gründen gibt es keine allgemeinen FAQs zum Thema NGN, sondern es werden in den nächsten Wochen Artikel erstellt, die auf die Besonderheiten des jeweiligen Providers eingehen. Bis dahin bitte etwas Geduld oder bei konkreten Fragen einfach mal im Forum der internet-paten fragen.

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