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Eine Standardfrage in allen Foren, die sich mit DSL beschäftigen, ist die Frage “Was gibt meine Leitung her?”. Oft garniert mit Screenshots aus der Fritzbox oder Programmen wie DMT.
Ein kleiner Exkurs in die Theorie. Welche Faktoren bestimmen, was so eine Leitung schafft?
- Die Dämpfung. Für ADSL(1) wird die Dämpfung bei der Telekom für 300KHz berechnet, das ist der Ortes- Komtes-Wert. Die Dämpfung errechnet sich aus der Kabellänge und dem Kabelquerschnitt. Da eine Leitung oft mehrere Abschnitte hat, wird dies für jeden Abschnitt berechnet und am Ende addiert. Anhand gewisser Grenzwerte schaltet man dann bestimmte Geschwindigkeiten auf.
- Störgeräusche. Es gibt sogenannte Trennregeln für DSL Leitungen. So darf nicht jede Leitung mit DSL beschaltet werden, sondern nur etwa jede zweite. Leitungen mit besonders schnellem ADSL2+ bekommen Leitungen mit besondern hohen Trennregeln, da stört also weniger von Nachbarleitungen rein. Die Stärke der Störgeräusche ändert sich ständig, es ist ein dynamischer Wert. Es gibt daher nur Maximalwerte. Die Modems treffen daher nur eine Aussage darüber, um wieviel lauter das Nutzsignal im Vergleich zu den Störungen ist. Dies ist Fritzboxen der Signal-Rauschabstand oder SNR bei anderen Herstellern. Dieser Wert sollte möglichst hoch sein, Zielwert ist 6 für ADSL2+ und 8 bis 10 für ADSL(1). Bei Werten unter 6 kommt es zu starken Fehler und Abbrüchen. Übrigens hat auch der Mensch einen SNR-Wert, den er braucht, um ein Gespräch trotz Störgeräuschen (z.B. Strassenlärm) zu verstehen und dies sind ebenfalls 6dB
Man stellt nun Regeln auf, bei welcher Dämpfung welche Geschwindigkeit machbar ist. In diese Regeln fliesst der erlaubte Wert der Störgeräusche ein. Bei der Deutschen Telekom gibts aktuell strenge Regeln, von denen nicht abgewichen wird. Andere Anbieter, die selbst schalten, handhaben das grosszügiger. Dort laufen die Ports nicht fixed rate, sondern rate adaptive. Bei fixed rate muss die eingestellte Geschwindigkeit erreicht werden, sonst kommt gar keine Verbindung zustande. Bei adaptive rate definiert man nur die maximale Geschwindigkeit. Einigen sich Modem und DSLAM auf weniger, ist das nicht schlimm. Schwanken die Störgeräusche auf einer Leitung stark, kann es zu Abbrüchen kommen, wenn sich die Modems zuvor in einem weniger stark gestörten Zeitraum auf das Maximum der Leitung geeinigt haben. Führt dies zu häufigen Abbrüchen, muss der Anbieter den Port auf einen Wert drosseln, der nicht mehr zu Abbrüchen führt.
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