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Dies ist eine kleine Einführung in ADSL und ADSL2+. Sie ist stark vereinfachend und für Nichttechniker gedacht. Auf die Unterschiede verschiedener ADSL Standards wird nicht eingegangen, technische Details beziehen sich auf das in Deutschland übliche ADSL ITU-T G.992.1 Annex B sowie auf ADSL2+ G.992.5 Annex B.
DSL ist die Abkürzung für Digital Subscriber Line, frei übersetzt steht es für Digitale Standleitung. Heute versteht man unter DSL die breitbandige Übertragung von Daten zwischen zwei festen Standorten, die Wohnung des Kunden und der HVt. Eine Anwahl wie beim klassischen Telefonat ist nicht möglich.
Im Privatkundengeschäft ist ausschließlich ADSL üblich. Das A steht für Asymmetrisch und bedeutet unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten. Der Download, also die Geschwindigkeit zum Kunden ist dabei ca um den Faktor 10 höher als der Upload. Damit trägt man dem Umstand Rechnung, dass ein privater Internetnutzer erheblich mehr Daten aus dem bezieht als er selber in das Netz schickt. Die Geschwindigkeiten werden in Kbit/s angegeben. Bei DSL1000 mit 1000KBit/s dauert z.B. der Download einer 5 MByte großen Datei ca 40 Sekunden, der Download einer ganzen CD (700MB) bereits 94 Minuten. ADSL wird mit Downloadraten von bis 6000KBit/s angeboten, ADSL2+ sogar mit bis zu 20.000KBit/s. Im Geschäftskundenbereich ist auch SDSL üblich. Das S steht für Symmetrisch und bedeutet gleiche Übertragungsgeschwindigkeiten in beide Richtungen.
Wie funktioniert ADSL?
ADSL ist für die Übertragung auf normalen, lediglich verdrillten Kupferleitungen konzipiert. Jeder, der bereits einmal eine Stereoanlage verkabelt hat, weiss wie empfindlich dort die Signalübertragung trotz abgeschirmter Kabel sein kann. Das Telefonkabel aber ist ursprünglich ja nur für die Übertragung menschlicher Sprache (300 bis 3500 Hz) konzipiert worden, nicht für Datenübertragungen im Megaherzbereich.
Also greift man tief in die nachrichtentechnische Trickkiste. Die Daten werden moduliert. Das kennt man z.B. vom Radio. Auch den nächsten Trick kennt man vom Radio. Man unterteilt den maximal nutzbaren Frequenzbereich der Leitung in kleine Bereiche und moduliert jeden Bereich einzeln. Wie beim Radio gibt es nun unterschiedliche Sendefrequenzen, die von einander unabhängig genutzt werden können. Fallen bei einer besonders schlechten Leitung einige Frequenzen aus, funktioniert die Übertragung auf den restlichen Frequenzen immer noch. Und wenn man die Frequenzen ausspart, die für normale Telefonie benötigt werden, dann kann DSL und Telefonie gleichzeitig auf einer Leitung nutzen. Genau das ist bei ADSL üblich, während SDSL im Regelfall die Leitung exklusiv nutzt.
Um die beiden Frequenzbereiche von DSL und Telefonie auseinander zu halten, werden Frequenzweichen benutzt, die im Prinzip genauso funktionieren wie die Frequenzweiche einer Lautsprecherbox. Hohe und tiefe Töne werden voneinander getrennt. Dieses Gerät ist der Splitter.
Die Frequenznutzung auf einer Leitung mit ADSL und Telefonie (rot ISDN). Die Trennung zwischen DSL und Telefonie übernimmt der Splitter, der genauso funktioniert wie die Frequenzweiche einer Lautsprecherbox. Die tiefen Töne sind in diesem Fall die Telefonie, die hohen Töne das DSL. Auf dem Bild auch zu sehen ist die Erweiterung der Frequenzen nach oben beim neuen Standard ADSL2+. ADSL nutzt diese Frequenzen in Trägern zu je 4KHz.
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